starchaser.de | 28.01.2014 Astrofotografie mit Höhen und Tiefen
29. Januar 2014

28.01.2014 Astrofotografie mit Höhen und Tiefen

Nach den Prognosen von einigen Wetterdiensten – Sat24.com und Clasky.com – sollten es heute Abend wieder gute Bedingungen für die Astronomie und Astrofotografie geben. Dem entgegen stand nur, dass sich die Vorhersagen am selben Tag stündlich änderten. Mal hieß es um 18 Uhr gibt es einen klaren Himmel, mal um 21 Uhr und so weiter.

In den späten Abendstunden klarte der Himmel bereits sehr auf und nur am Horizont befanden sich noch Wolken. Da wir uns schon seit mehreren Tagen auf eine solche Gelegenheit warteten, entschlossen wir heute raus zufahren. Eigentlich war geplant etwas früher rauszufahren und dann alles in Ruhe richtig einzustellen. Doch daraus wurde nichts, weil uns andere Verpflichtungen aufhielten. So trafen wir uns gegen 19 Uhr und fingen an unser kleines Lager um 20 Uhr in der Nähe von Wirbelau aufzubauen.

Der Himmel war Anfangs ganz gut und wir dachten es würde so bleiben und wir hätten an diesem Abend noch genug Zeit. So nutzten wir die Gelegenheit um das Teleskop mit der Polhöhenwiege auszurichten und ein Alignmentverfahren durchzuführen. Das klappte auch alles fast zu perfekt bis auf die Tatsache, dass der Stern Rigel, welchen wir anfuhren, langsam nach oben aus dem Okular verschwand. Was wiederum bedeutete, dass es nicht richtig eingestellt war. Auch eine Abstimmung des Getriebespiels stand heute auf dem Plan, was wir auch durchführten.

Nachdem endlich alle Formalitäten erledigt waren konnte es losgehen, oder auch nicht. Eine große, alles hinter sich verdeckende Wolke war über uns am Himmel und musste langsam vorbeiziehen. Dies dauerte einige Minuten, aber  hinter ihr gab sie die schöne Himmelspracht frei. Der Jupiter stand richtig hoch am Himmel und unzählige Sterne strahlten uns entgegen. Auch ein Grund warum wir uns entschlossen hatten an diesem Tag raus ins Feld zu fahren war der Neumond.

In diesem Zusammenhang haben wir hier mal eine nette Grafik gefunden, die zeigt wie es im Jahr 2014 mit den Mondphasen Vollmond und Neumond steht.

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Generell handelte es sich wohl um die kälteste Beobachtungsnacht in der wir bis jetzt draußen waren, bei der wir sehr viel Tee tranken und drei Paar Socken trugen. Dies lag nicht an den milden -2 Grad sondern eher an der “frischen Briese” die über das Feld pfiff.

Wir schossen ein paar Bilder vom Jupiter mittels Fokalfotografie und scheiterten allerdings beim Versuch über diesen Weg ein Deepsky-Objekt zu fotografieren. Wir wechselten also auf das Teleobjektiv und den Piggyback des Teleskops. Mit einer Brennweite von ca. 300mm schossen wir zunächst Bilder vom Orionnebel was wirklich sehr gut gelang. Da die Bildergebnisse der Andromedagalaxie das letzte Mal so bescheiden ausgefallen sind, nahmen wir uns fest vor heute bessere Bilder von ihr zu machen. Soweit kam es allerdings nicht, denn der Himmel wurde wie aus dem nichts von vielen Wolken eingenommen.

Wir warteten einige Zeit und beschlossen dann unsere Ausrüstung nach und nach abzubauen und falls der Himmel noch aufklarte wollten wir wenigstens noch den eigentlich bereits aufgegangenen Planeten Mars anschauen. Daraus wurde jedoch leider nichts und auf dem Heimweg klarte der Himmel zwar wieder richtig auf, doch der Planet Mars versteckte sich weiterhin hinter den am Horizont befindlichen Wolken. Gegen 1 Uhr waren wir dann auch wieder Zuhause.

Nachtrag:

Das Ergebnis der gestackten Bilder

Mond

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