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23. August 2015

Sternschnuppen fotografieren mit der DSLR

Wie jedes Jahr im August durchlief die Erde, auf ihrer Umlaufbahn, auch dieses Jahr wieder den Schweif des Kometen Swift-Tuttle (Komet 109P). Die Staubkörner der Staubspur, die Swift-Tuttle hinterlässt, treffen dabei mit einer Geschwindigkeit von bis zu 216.000 km/h auf die Atmosphäre der Erde. Beim Kontakt mit der Erdatmosphäre fangen die Luftmoleküle an zu leuchten, aufgrund der hohen Geschwindigkeit des Staubkorns. Die entstehende Sternschnuppe ist daher auch nicht das Ergebnis eines verglühenden Staubkorns in der Erdatmosphäre, sondern entsteht durch die Ironisierung der Luftmoleküle durch die hohe Geschwindigkeit des Staubkorns. Nichtsdestotrotz sieht eine Sternschnuppe immer wieder spektakulär aus, egal aus welchem Grund sie entstanden ist. Den regelmäßig um den 12. August auftretenden Meteorsturm nennt man auch die „Perseiden“,  weil es so scheint als würden die Sternschnuppen aus dem Sternbild des Perseus kommen. Zum Höhepunkt der erreicht die Anzahl der sichtbaren Sternschnuppen fast 110 Stück pro Stunde.

Zu unserer Beobachtung und unserem Versuch das Ereignis fotografisch festzuhalten:

In diesem Jahr beobachteten wir schon einige Zeit im Vorfeld, wie sich das Wetter für den Zeitraum des Meteorsturms entwickeln würde. Für den 12. August, den Tag des vorausgesagten Höhepunktes des Meteorsturmes, war leider keine klare Sicht und einiges an Wolken vorausgesagt. Aus diesem Grund machten wir uns schon einen Tag vor dem Sternschnuppenhöhepunkt auf den Weg zu unserem Beobachtungsplatz in der Nähe von Oberbrechen. Die Bedingungen waren gut und unsere Ausrüstung bestand aus Kekse, kühlen Getränken, zwei Campingstühlen, Stativ, Teleskop mit Goto Montierung und Piggyback, Canon 1000D und einer Canon 600D. Nach dem kurzen Aufbau beobachteten wir mit unseren Eigenen Augen den Himmel. Das Angebot an Sternschnuppen war auch in dieser Nacht mit geschätzten 60 Stück pro Stunde mehr als üppig und einige sehr helle Sternschnuppen waren auch dabei. Wer also an das Sternschnuppenwünschen glaubt, hatte in dieser Nacht wohl einiges zutun. Uns ging es nicht um das in Erfüllung von unseren wünschen viel mehr versuchten wir die am Himmel entstehenden Lichtstreifen mit unseren Kameras festzuhalten. Dies taten wir auch, bis wir uns gegen 4 Uhr am frühen Morgen wieder auf den Rückweg zu unserer Basisstation und unseren Betten machten.

Unsere Ergebnisse zur Sternschnuppennacht:

Anders als gedacht, stellte sich das Fotografieren der Sternschnuppen als nicht ganz so leicht heraus. Unsere Canon 1000D montierten wir auf ein Stativ und erstellten mit dem einstellbaren Fernauslöser ein 10 Sekunden lange Langzeitbelichtung des Himmels, in der Hoffnung die eine oder andere Sternschnuppe auf den Bildern festzuhalten. Leider war der ISO-Wert der Kamera etwas zu gering gewählt, weshalb die Sternschnuppen auf den Bildern etwas klein und zu dunkel ausfallen. Als Objektiv verwendeten wir ein Standard 18-55 mm Objektiv. Trotzdem ist durch die Aufnahmen der Kamera (bis ihr Akku leer war) dieses schöne Timelapse-Video entstanden.

Generell müssen wir wohl mit den Einstellungen und dem ISO-Wert der Kamera noch etwas experimentieren. Das wohl beste Bild von einer der wohl schönsten Sternschnuppen des Abends seht ihr unten.

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