starchaser.de | 28.10.2013 Entdeckungsabend
28. Oktober 2013

28.10.2013 Entdeckungsabend

Für diesen Abend waren keine optimalen Bedingungen gemeldet, aber astronomische Beobachtungen sollten laut Calsky möglich sein. Wir beschlossen auf jeden Fall heute raus zu fahren und auch relativ früh aufzubrechen, weil zu diesem Zeitpunkt der Himmel vielversprechend aussah. So stand unsere Basisstation schon wenige Minuten nach 18 Uhr auf dem Feldweg in der Nähe von Oberbrechen und Werschau. Zwar war der Himmel um diese Uhrzeit noch nicht komplett in Dunkelheit gehüllt, aber die Milchstraße zeigte bereits erste Konturen am Himmel.

Leider waren wir an diesem Abend bereits zu spät um Fotos von der Venus zu machen, so beschlossen wir an diesem Abend generell auf die Fotografie zu verzichten und diesem Abend vollständig der visuellen Beobachtung zu widmen. Auch an neue Einstellungsmöglichkeiten für das Teleskop wagten wir uns an diesem Abend nicht, denn wir rechneten bereits damit, dass der wolkenlose Himmel uns nicht die ganze Nacht zur Verfügung stehen wird.

Dieser Beobachtungsabend war bis dahin wohl der kälteste den wir hatten, aber unser guter Schirm schütze uns recht gut vor dem über die Felder blasendem Wind. Dennoch wurde uns kälter als sonst und nutzten den mitgebrachten Tee um uns immer wieder durch ihn aufzuwärmen.

Als erstes Beobachtungsobjekt nahmen wir H und Chi, weil dieser uns bei einer vorherigen Nacht äußerst beeindruckt hatte. So schauten wir an diesem Abend weiter Sternhaufen an, wie etwa NGC 7789 und M15, M71, M56 und M2. Alle waren sie schön und beeindruckend, doch das wohl schönste und simpelste Objekt in diesen späten Abendstunden war eine schöne große Sternschnuppe mit langem Schweif. Diese streifte überraschenderweise genau in dem Moment über den Nachthimmel, als wir es uns gerade einen Moment in unserem Schirm gemütlich gemacht hatte um uns mit Butterkeksen und Tee bei Laune zu halten.

Pünktlich wie wir es erwartet hatten, schaute der Planet Jupiter über den Horizont. Diesen und seine Monde, von denen wir 5 Stück sehen konnten, beobachteten wir in den Letzten Minuten dieses Abends, bevor wir aufgrund der aufkommenden Wolken einpackten und den Feldweg wieder verließen.

Alles in Allem war es ein sehr erfolgreicher Abend, der Schirm erfüllte voll und ganz seinen Zweck. Nur merkten wir uns für das nächste Mal mehr Tee und Butterkekse mitzunehmen!

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