starchaser.de | 17.01.2014 Bis zur letzten Sekunde
18. Januar 2014

17.01.2014 Bis zur letzten Sekunde

An diesem Freitag ergab sich nach einer sehr bewölkten Woche wieder einmal die Gelegenheit rauszugehen. Tagsüber schien die Sonne doch am Abend zog eine dunkle Wolkendecke über den Himmel.

Wir entschlossen uns später in der Dunkelheit noch einmal genauer den Himmel zu betrachten und unsere Möglichkeiten spontan einzuschätzen. Nach einer kleinen Diskussion über diesen Nachthimmel von Sat24,

trafen wir uns wieder im Garten von Marcel in Oberbrechen. Raus aufs Feld wollten wir ohnehin nicht fahren, denn am Vortag war Vollmond und der Mond würde auch in dieser Nacht mit bis zu 98% noch hell erleuchtet sein.

 

Wir wollten trotzdem unser Glück versuchen und einige neue Methoden mit nicht ganz so langen Belichtungszeiten ausprobieren. Dafür mussten wir aber wesentlich mehr Bilder auf Einmal machen.

Nach dem Aufbau des Teleskops entschieden wir uns zunächst die Andromedagalaxie ins Visier zu nehmen. Doch Probleme und kleinere Schwierigkeiten mit dem Alignmentverfahren kosteten uns wertvolle Zeit, die uns am Ende des Abends gefehlt hat.

Als endlich alles wie erwünscht funktionierte, schraubten wir die EOS 600D  mit dem Teleobjektiv auf den Piggyback des Teleskops und stellten alles scharf ein. Über das MacBook starteten wir eine Bilderserie von mehreren hundert Bildern.

Da dies einige Zeit in Anspruch nahm machten wir es uns ein wenig gemütlich und beschäftigten uns mit der anderen Spiegelreflexkamera. Wie man auf den Bildern unschwer erkennen kann:

Den gleichen Vorgang wiederholten wir bei den Plejaden und dem Orionnebel. Bei diesen Objekten aber aus Zeit Gründen mit weniger Aufnahmen. Denn durch den Vollmond war eine sich nähernde Wolkenfront bereits am Horizont gut zu erkennen.

Kurz bevor die Wolken uns die Sicht auf die Himmelsobjekte nahmen, machten wir noch durch den Folkalfotografieadapter ein Foto vom Mond und vom Jupiter und seinen Monden.

Nach den benötigten Fotos mit Kappe auf dem Objektiv (Darkframes) und mit schnellster Verschlusszeit (Flatframes) packten wir unsere Ausrüstung ein und machten uns ans Stacken.

 

Die bisherigen Ergebnisse des Vorgangs könnt ihr hier betrachten.

Bei den gestackten Bildern der Andromedagalaxie ist definitiv noch viel Luft nach oben. Wahrscheinlich liegt das magere Ergebnis es zum Teil am gewählten Stackverfahren, den Kameraeinstellungen und an dem doch sehr hellen Himmel in dieser Nacht. Zu sehen ist ein großes Bildrauschen mit kleinen Lichtpunkten und ein Lichtfleck, bei dem es sich um die Spiralgalaxie handelt.

Trotz oder gerade wegen des schlechten Ergebnisses werden wir das Ganze bei gegebener Zeit und Möglichkeit wiederholen.

Denn auch ein schlechtes Ergebnis, ist ein Ergebnis!

Jetzt wissen wir wenigstens woran wir arbeiten können und warten gespannt auf optimalere Bedingungen.

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