starchaser.de | 11.01.2014 Beobachten im Mondlicht
12. Januar 2014

11.01.2014 Beobachten im Mondlicht

Entgegen der Vorhersagen der vorausgehenden Tage hatten wir heute tagsüber einen klaren Himmel mit viel Sonnenschein,was uns hoffen lies, dass dieser bis in die späten Abendstunden anhalten wird. Laut unseren bisher immer recht zuverlässigen Quellen Calsky und Sat24 standen dazu die Chancen gar nicht mal so schlecht. Das einziges Problem an diesem Abend könnte der Mond sein, dessen Oberfläche heute zu fast 90% erleuchtet sein sollte.

Die schöne Mondoberfläche mit seinen Kratern zu fotografieren wäre unser Plan B für diesen Abend gewesen, wenn es nicht möglich gewesen wäre ein paar Aufnahmen des Orionnebels zu erhalten. Seit dem letzten Mal haben wir uns vorgenommen diesen bei der nächst möglichen Gelegenheit zu fotografieren.

Noch vor Sonnenuntergang zog eine große Wolkenschicht über den Himmel, sodass wir nicht wussten ob sich diese Gelegenheit heute ergibt. Nachdem sich gegen 21 Uhr die Lage wesentlich besserte trafen wir uns wieder bei Marcel im Garten, um uns an die Arbeit zu machen. Das Licht der umliegenden Häuser und Straßen schadete heute nicht, da der Mond wohl das Hellste von allem war.

Zu unserer Ausrüstung zählen heute eine Canon 1000D und eine Canon 600D. Zu Beginn traten unerwartete Schwierigkeiten mit dem Alignmentverfahren ein, die allerdings schnell von uns gelöst werden konnten. Als erstes stellten wir das Teleskop auf den Orionnebel ein und schlossen die 600D per Fokaladapter an und setzten die 1000D auf das Piggyback des Teleskops. Was zwischenzeitlich sehr interessant aussah, wie das nachfolgende Bild beweist.

Natürlich war dies nur ein kurzfristiger Zustand unseres Teleskops. Da wir es nicht unnötig belasten wollten und um eine bessere und genauere Nachführung zu erhalten schraubten wir nach einigen Piggyback-Aufnahmen mit dem Teleobjektiv die 1000D wieder ab.

Das Ergebnis mit der Canon 600D durch Fokalfotografie den Orionnebel Abzulichten, ist leider nicht der Rede wert und wir ersparen euch den Anblick. Größtes Problem dabei war nach wie vor eine genaue Nachführung.

Um trotzdem noch ein bisschen Spaß zu haben und weiteres auszuprobieren, fotografierten wir noch den Mond und versuchten mittels Okularprojektion ein scharfes Bild vom Jupiter zu erhalten. Das Mondbild ist wirklich sehr schön geworden, doch die Bilder vom Jupiter waren am 29.12.2013 deutlich besser. Das lag wohl auch daran, dass wir den gestreiften Planet einfach nicht scharf bekommen haben. Probleme mit Feuchtigkeit und Tau hatten wir an diesem Abend allerdings nicht.

Auch die Bilder des Orionnebels die mit der 1000D und dem Teleobjektiv gemacht wurden, können sich sehen lassen.

Ganz wolkenlos blieb der Abend allerdings nicht und so bauten wir alles wieder ab, als gegen Mitternacht fast regelmäßig kleiner und größere Wolken über den Himmel huschten.

Wir hoffen bei einem klarem Sternenhimmel bald wieder rausgehen zu können, um weiter an unserer Technik zu arbeiten und weitere Erfahrungen zu sammeln.

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